Desinfektion

Unter Desinfektion versteht man das gezielte Eliminieren infektiöser Mikroorganismen durch chemische Substanzen. Also ein Verfahren, einen Gegenstand in einen Zustand zu versetzen, in dem er nicht mehr infizieren kann.

Es gibt:
  • Hände- und Hautdesinfektionsmittel
  • Flächendesinfektionsmittel
  • Instrumentendesinfektionsmittel
  • Wäschedesinfektionsmittel
Zu beachten ist auch
  • wie giftig die chemische Substanz ist und welche Nebenwirkungen die Anwendung haben kann
  • wie anwendungsfreundlich das Präparat ist (Hautverträglichkeit, Geruch, (gleichmäßige Verteilung auf der Haut, korrodierende Wirkung bei Oberflächen…)
Die Qualität von Desinfektionsmitteln bzw. die Kraft, Keime zu eliminieren, wird in wissenschaftlichen Gutachten überprüft, die wiederum von wissenschaftlichen Gremien (z.B. VAH - Verbund für angewandte Hygiene e.V.) abgesegnet werden.

Der hauptsächliche Unterschied bei Desinfektionsmitteln besteht vor allem in den chemischen Substanzen, die man einsetzt und der Menge. Dies hängt zunächst von der zugelassenen Einwirkzeit ab. Diese ist bei Desinfektion von Flächen logischerweise länger als bei der Desinfektion von Händen. Hier sollte es sich um Sekunden handeln.

Wann muss man sich die Hände desinfizieren?
In vielen Fällen des Alltags reicht das normale Händewaschen mit Seife tatsächlich aus, Keime wieder los zu werden. Allerdings haben Wasser und Seife keine desinfizierende Wirkung, die Keime werden zwar zum Großteil abgespült, nicht aber unschädlich gemacht, bleiben also gefährlich. Die feinen Wassertröpfchen, kaum merkbar groß, verteilen die weg gespülten Keime dann um das Waschbecken – in einem Umkreis bis zu 2 Metern – und, was schlimmer ist, auch auf den sich Waschenden selbst.

Wenn man also mit infektiösen Gegenständen oder Menschen in Berührung kommt, wenn man mit Lebensmitteln arbeitet oder sich in menschenüberfüllten Plätzen, wie Bahnhöfen oder Flughäfen, aufhält, ist ein Desinfizieren der Hände ratsam.

Ärzte, Schwestern und Pfleger machen das bis zu 80-mal in einer Schicht. Deshalb ist die Hautverträglichkeit solcher Präparate von immenser Bedeutung: Alkohol trocknet bei häufiger Anwendung die Haut aus, kann sie rissig und leicht verletzlich machen. Verletzte Haut aber kann nicht mehr verlässlich desinfiziert werden. Um das zu verhindern, enthalten die üblichen Desinfektionsmittel reichlich Rückfetter, die die Haut gleichzeitig pflegen.
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